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Robin Schäfer und Georg Hundt

Wir werden weiter wachsen

Dritter Standort und Führungswechsel: So plant die Radstation die Zukunft.

Deutschlands größte Radstation ist noch nicht groß genug: Geschäftsführer Georg Hundt und Betriebsleiter Robin Schäfer wollen weiter wachsen. In spätestens drei Jahren soll auf der Ostseite des Hauptbahnhofs das dritte Fahrradparkhaus eröffnet werden.

Seit der Eröffnung 1999 ging es im Grunde stetig bergauf mit der Radstation. Die Zahl der Stellplätze stieg von 2.800 auf 3.300, man ist eigentlich dauerhaft ausgebucht. Die Zahl der Beschäftigten kletterte auf derzeit 15, die personelle Fluktuationsrate ist dauerhaft verschwindend gering.

Und die Nachfrage ist ungebrochen groß. Trotz der Radstation sind Fahrradparkplätze rund um den Hauptbahnhof permanent Mangelware. Zudem möchte die Stadt Münster auch aus ökologischen Gründen den Radverkehrsanteil gerne weiter steigern, derzeit liegt er gemessen am gesamten Binnenverkehr bei gut 40 Prozent.

Auch deshalb ist seit geraumer Zeit eine zweite große Radstation auf der Ostseite des Bahnhofs in Planung. Das Aachener Unternehmen Landmarken baut dort ein neues Empfangsgebäude, daran angedockt soll eine Station mit 2.000 neuen Stellplätzen entstehen. In etwa drei Jahren, so schätzt Georg Hundt, soll die neue Radstation eröffnet werden.

Das ist dann auch das letzte größere Projekt des langjährigen Geschäftsführers Georg Hundt (65). Er wird sich dann zurückziehen und die Leitung der Radstation in die Hände seines Betriebsleiters Robin Schäfer (35) legen.

Schäfer ist, wenn man das so formulieren möchte, ein „Eigengewächs“ der Radstation. Seit 2007 arbeitet er bereits dort, erst als studentische Aushilfe, später dann in Festanstellung und seit 2018 als Betriebsleiter. Ursprünglich hatte er Lehrer werden wollen, entdeckte dann aber seine Liebe zum Rad und machte sie zu seinem Beruf. „Aus meinem Plan B ist Plan A geworden“, sagt Schäfer.

Nach und nach wollen Schäfer und Hundt die Radstation weiterentwickeln. Es soll ein 24-Stunden-Angebot geben, weitere qualifizierte E-Bike-Plätze sollen hinzukommen, die Dienstleistungen weiter optimiert werden. Auch der Werkstatt-Service wird erweitert. Das Angebot an Mieträdern – derzeit sind es 300 – wird aufgestockt, ebenso wird es nicht bei den zurzeit 17 E-Bikes bleiben.

Schon jetzt hat sich Georg Hundt teilweise aus dem operativen Tagesgeschäft zurückgezogen, ist aber nach wie vor Inhaber der Radstation Hundt KG. „Die Übergabe an die Nachfolgegeneration ist in Arbeit“, sagt er. Dass sie gelingen wird, daran besteht kein Zweifel. Robin Schäfer: „Wir werden weiter wachsen!“